Dank an Dr. Peter Vollenweider
Ich danke meinem Vorgänger, Dr. Peter Vollenweider, für seine herausragende Arbeit in den vergangenen 13 Jahren. Unter seiner umsichtigen Führung hat das KSU die vielschichtigen Herausforderungen im Spital- und Gesundheitswesen aktiv angepackt und stets passende Lösungen gefunden. Besonders hervorzuheben ist sein massgeblicher Beitrag zum erfolgreichen Spitalneubau, ein Meilenstein für die medizinische Versorgung im Kanton Uri. Sein Engagement und seine vorausschauende Planung haben die Weichen für die Zukunft unseres Spitals gestellt.
Erfolge und Herausforderungen
Das Jahr 2024 war in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Mit dem Abschluss einiger komplexer Tarifverhandlungen mit den Krankenversicherern sowie der Finalisierung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) wurden Meilensteine erreicht. Wir arbeiteten im Berichtsjahr an der Konkretisierung und Umsetzung der neuen Strategie. Ein Schwerpunkt lag im Aufbau eines Performance Managements, mit welchem wir unsere betriebliche «Fitness» messen und Verbesserungen gezielt ableiten können. Auch organisatorische Optimierungen, etwa im Bereich Pflege, halfen uns, die Mitarbeitenden gezielter einzusetzen. Im Herbst konnten wir das umgebaute Haus B inkl. der neuen Arbeitswelten sowie das renovierte Haus C (altes Spitalgebäude) in Betrieb nehmen. Mit diesen Inbetriebnahmen profitieren nun sämtliche Mitarbeitenden des KSU von neuen, modernen Räumlichkeiten und Arbeitsplätzen.
Auch ergänzten wir neue Angebote. Ein Beispiel hierfür ist der Aufbau der Schmerzmedizin, eine Fachrichtung, die für viele Patientinnen und Patienten einen echten Mehrwert darstellt. Diese Entwicklungen zeigen, dass wir nicht nur auf Herausforderungen reagieren, sondern auch Chancen nutzen und aktiv gestalten.
«Healing Architecture» zeigt Wirkung
Die modernen Operationsräume und grosszügigen Patientenzimmer veranlassten immer mehr ausserkantonale Belegärztinnen und -ärzte, ihre Operationen in Uri durchzuführen. Für uns ist dies eine Bestätigung der Qualität unserer Infrastruktur wie auch eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle.
Disziplinenübergreifende Zusammenarbeit
Die klinikübergreifende Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur Umsetzung unseres Leistungsversprechens «patient first». Als Regionalspital mit moderner Infrastruktur und schnellen Entscheidungswegen haben wir dabei Vorteile gegenüber grösseren, spezialisierten Kliniken, welche sich zunehmend auf Spitzenmedizin konzentrieren. Den dazu notwendigen Kulturwandel zu gestalten, fordert uns auch in den nächsten Jahren. Auch gilt es, neue bereichsübergreifende Formen der internen Zusammenarbeit entlang der «Patientenpfade» zu entwickeln und zu implementieren. Die gemachten Fortschritte stimmen uns aber sehr zuversichtlich und werden die betriebliche Effizienz und die Behandlungs- und Betreuungsqualität zugunsten unserer Patientinnen und Patienten weiter steigern.
Ein von einer externen Expertengruppe verfasster Bericht kommt zum Schluss, dass das KSU mit starkem Rückhalt in Politik und Urner Gesellschaft, einer modernen Infrastruktur, hoher medizinischer Qualität sowie engagierten Mitarbeitenden gut aufgestellt ist. Im Bericht heisst es: «Das KSU ist eines der wenigen Regionalspitäler, welches auch in Zukunft die Chance hat, ‹gescheite› Medizin zu machen.»
Finanzielle Verschnaufpause
Das positive Jahresergebnis 2024 mit einem Gewinn von 323'000 Franken basiert auf einem steigenden Betriebsertrag (+6,4 % oder 4.92 Mio. Franken mehr als im Vorjahr), wirkungsvollen Massnahmen im Performance Management sowie den Anstrengungen der Spitalleitung zur Kostendämmung. Dies ist sehr erfreulich! Es darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die finanzielle Zukunft des KSU aufgrund der weiterhin nicht kostendeckenden TARMED-Tarife für die ambulanten Leistungen sowie stagnierenden Fallpauschalen bei stationären Fällen wenig rosig ist. Die von der Gesundheitsdirektion des Kantons Uri und vom KSU gemeinsam in Auftrag gegebene Überarbeitung des Finanzplans beim Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers AG (PwC) zeigt, dass eine Erhöhung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen (GWL) seitens Kanton Uri notwendig sein wird, um die finanzielle Handlungsfähigkeit des Spitals nachhaltig zu sichern.
Herzliches Dankeschön!
Der besondere Dank des Spitalrates gilt den Mitarbeitenden des KSU, die sich tagtäglich mit grossem Engagement für das Wohl unserer Patientinnen und Patienten einsetzen und die Herausforderungen aktiv anpacken. Ein grosser Dank gebührt der Spitalleitung, die stets den schwierigen Balanceakt zwischen Wünschbarem und Machbarem mit viel Umsicht meistert. Herzlichen Dank auch der Urner Politik und Bevölkerung, die unser Spital mit grosser Unterstützung begleiten und sich für eine starke Gesundheitsversorgung im Kanton Uri einsetzen.
Die kommenden Jahre werden uns weiterhin fordern. Die Herausforderungen sind vielschichtig, doch wenn wir alle am gleichen Strick ziehen – Spitalleitung, Mitarbeitende, Politik und Bevölkerung –, werden wir auch diese Herausforderungen meistern und das KSU gemeinsam erfolgreich weiterentwickeln.