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Geschäftsbericht 2024

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Text: Mirjam Meyer, Leiterin Finanzen

Positives Resultat in sehr herausfordernden Zeiten

Das KSU blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück und erzielt einen Gewinn von 323'000 Franken. Angesichts der grossen Herausforderungen im Schweizer Gesundheitswesen, die auch beim KSU deutlich spürbar sind, ist das vorliegende Jahresergebnis als erfreulich und positiv zu werten. Zum guten Ergebnis beigetragen haben einmalige Einnahmen in der Höhe von fast 2 Mio. Franken.

Steigender Betriebsertrag

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Betriebsertrag im Vergleich zum Vorjahr um 4.92 Mio. Franken erhöht werden, was einer Steigerung von 6,4 % entspricht. Der stationäre Betriebsertrag verzeichnete einen Zuwachs von 6,1 % oder 2.63 Mio. Franken. Im Jahr 2024 sind 92 Austritte respektive 2,2 % mehr stationäre Patientinnen und Patienten behandelt worden als im Vorjahr. Besonders erfreulich ist der Anstieg des Anteils Zusatzversicherter im KSU. Dieser ist von 22 % im vergangenen Jahr auf 24,2 % im Jahr 2024 angestiegen.

Der ambulante Ertrag zeigt eine bemerkenswerte Steigerung von 8 % oder 1.67 Mio. Franken. Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf den Auf- und Ausbau strategischer Disziplinen wie der Schmerzmedizin und der Gefässchirurgie zurückzuführen. Auch die Nebenbetriebe zeigen durchwegs positive Ergebnisse, darunter das spitaleigene Restaurant, das erneut ein starkes Wachstum verzeichnen konnte.

 

Negative Einflüsse auf das Jahresergebnis

Im Jahr 2024 haben mehrere Faktoren das Ergebnis ungünstig beeinflusst: Die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch deutlich in den Personalkosten niedergeschlagen und einen Anstieg dieser Kosten verursacht. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Personalkosten um 1.24 Mio. Franken oder 2,6 % zu. Die höheren Personalkosten von 0.80 Mio. Franken respektive 1,6 % im Vergleich zum Budget sind teilweise durch den Aufbau neuer Disziplinen verursacht worden. Diese Kosten waren im Budget nicht berücksichtigt. 

Zusätzlich ist die Abweichung der übrigen Sachaufwendungen im Vergleich zum Budget zu beachten, die um 0.66 Mio. Franken respektive 7,3 % höher ausfielen als geplant. Diese höheren Kosten sind hauptsächlich auf externe Unterstützung und Beratungsdienstleistungen zurückzuführen. Die Hauptursache liegt in den Fremdleistungen, die im Rahmen der Ertragssteigerungsmassnahmen, einer retrospektiven Optimierung der stationären DRG Kodierung, entstanden sind.

Unter dem Strich bleibt ein Gewinn von 323’000 Franken, welcher durch die Nachfakturierung höher ausgehandelter Tarife im Umfang von 700’000 Franken und dem Effekt der Ertragssteigerungsmassnahmen infolge gezielter DRG Optimierung mit einem Nettoeffekt von 1.25 Mio. Franken begünstigt wurde.

 

Ausblick und Herausforderungen

Trotz des guten Ergebnisses bleiben die finanziellen Herausforderungen bestehen. Die zusätzlichen Kosten von 2.85 Mio. Franken, welche im Zusammenhang mit dem neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) entstehen, wiegen schwer und können nicht über Effizienzsteigerungen wettgemacht werden. Auf der anderen Seite arbeiten am KSU 625 Mitarbeitende, die motiviert sind, jeden Tag sehr gute Leistungen zu erbringen, was die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft ist.
 

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