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Geschäftsbericht 2025

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Text: Mirjam Meyer, Leiterin Finanzen

Solides Ergebnis

Das KSU schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust von 222'000 Franken. Gegenüber dem Budget ist dies eine Verbesserung von rund 1.55 Mio. Franken. Mit Blick auf den Leistungsauftrag ist besonders erfreulich, dass die Zahl der behandelten Patient:innen deutlich angestiegen ist.  

Im Kerngeschäft verzeichnet das KSU ein erhebliches Wachstum. So konnte der Ertrag mit stationären Patient:innen um 12.1% gesteigert werden, während der Ertrag im ambulanten Bereich um 7.8% anstieg. Zum sehr deutlichen Anstieg im stationären Bereich haben 4’452 stationäre Patient:innen beigetragen, ein Plus von 247 Patient:innen gegenüber dem Vorjahr. Erfreulich ist zudem, dass der Anteil von halbprivat- und privatversicherten Patient:innen bei 23.3% gehalten werden konnte. Auch bei den Nebenbetrieben verzeichnete das KSU teilweise ein starkes Wachstum. So konnte der Umsatz aus der Gastronomie auf 1.6 Mio. abermals gesteigert werden. Gegenüber dem Altbau (Jahr 2021) beträgt das Plus mittlerweile 68%.  

Sondererträge aufgrund Bereinigungen

Die Ertragszahlen sind, abseits der deutlichen Steigerung bei den stationären Patient:innen, kein Richtwert für die Zukunft. Das KSU hat im vergangenen Jahr wesentliche Bereinigungen mit deutlichen Mehrerträgen aus den Vorjahren vorgenommen, die aufgrund nachträglicher Einigung bei den Tarifen und Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Codierung möglich wurden. Dies führte zu erheblichen nicht budgetierten Erträgen, die durch die Rückführung von Medikamentenrabatten und Fremdleistungen für Ertragssteigerungsmassnahmen vermindert wurden.

Steigender Aufwand

Die deutlichen Ertragssteigerungen sind die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist der Aufwand, der gegenüber dem Budget und dem Vorjahr stark gestiegen ist. Der Personalaufwand, der rund 61% des Gesamtaufwandes ausmacht, stieg innerhalb eines Kalenderjahres um 9% oder 4.5 Mio. Franken auf 54.5 Mio. Franken. Rund die Hälfte ist auf den Gesamtarbeitsvertrag zurückzuführen, der im Jahr 2025 zum ersten Mal zur Geltung kam. In verschiedenen Disziplinen – wie der Schmerzmedizin – stieg der Personalaufwand infolge Ausweitung des Leistungsangebotes. In anderen Disziplinen – wie der Onkologie, der Sozial- und Austrittsberatung oder der Anästhesie – wurden aufgrund der deutlichen Steigerung der Patientenzahlen gezielt zusätzliche Stellen bewilligt. Der Personalaufwand bleibt der zentrale Hebel, um in Zukunft ausgeglichene Ergebnisse zu erwirtschaften. 
Effizienzsteigerungen sind notwendig und möglich, sofern die Kernprozesse entlang des Patientenpfades systematisch überarbeitet werden. Der Spitalrat hat im Rahmen der jährlichen Strategiediskussion im Juni 2025 die hierfür notwendigen Massnahmen und Investitionen bewilligt. 
Der medizinische Bedarf stieg um CHF 2.0 Mio. (+11.7%) und überschritt das Budget um CHF 1.79 Mio. (+10.3%). Diese Entwicklung steht in direktem Zusammenhang mit dem höheren Leistungsvolumen. Beispielsweise sind die Kosten für Implantate in der Schmerzmedizin und Kardiologie um mehr als CHF 0.5 Mio. angewachsen.

Gesunkene Verweildauer

Zuversichtlich für die Zukunft stimmt, dass die Verweildauer von 4.5 auf 4.1 Tage gesenkt werden konnte. Diese Senkung ist auf aktive Steuerung zurückzuführen. So hat das KSU auf das Jahr 2025 das Programm ReAktiv® eingeführt, ein wissenschaftlich fundiertes Programm für eine angenehme, sichere und schnellere Erholung nach Operationen. Mit ReAktiv® wird die Genesung gezielt gefördert und gleichzeitig die Aufenthaltsdauer im Spital verkürzt. Die Bettenauslastung konnte im Jahr 2025 auf 87% erhöht werden. Ziel bleibt eine Bettenauslastung von 90%, wofür die Spitalführung ein integrales Kapazitätsmanagement plant. Das integrale Kapazitätsmanagement ermöglicht eine spitalinterne und -externe optimierte und prospektive Steuerung von Kapazitäten und Ressourcen. Beide Massnahmen führen mittelfristig zu Effizienzsteigerungen und somit zu tieferen Kosten.

Ausblick

Die Finanzplanung zeigt für die nächsten Jahre mindestens ausgeglichene Ergebnisse. Die höheren Beiträge des Kantons unter dem Titel «Gemeinwirtschaftliche Leistungen» und die in die Wege geleiteten Effizienzsteigerungen sind die wichtigsten Faktoren für diese Zuversicht. 

Grafik Ertragsentwicklung

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