Die Arbeiten rund um den Neu- und Umbau verlaufen wie vorgesehen, auch wenn Planung und Realität nicht immer deckungsgleich sind. Zum Beispiel erschweren die unzähligen Auflagen von Behörden und Berufsverbänden die Bau- und Umsetzungsplanung massiv.
Geschäftsbericht 2017
Mit neuen Kräften in die Zukunft
Das KSU blickt optimistisch in die Zukunft. So konnten im Jahr 2017 wichtige personelle Positionen mit kompetenten und motivierten Fachkräften besetzt werden. Gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern der Spitalleitung tragen Dr. med. Andrea Müller Reid, Helen Simmen Langenberg, Dr. med. Oliver Tschalèr und Dr. med. Stefan Lötscher zu einer hohen professionellen Leistungserbringung und einer weitsichtigen Entwicklung bei.
Bei der betrieblichen Planung stellen sich dem KSU grosse Herausforderungen. Die neue Infrastruktur führt zu einer vollständig neuen Aufbau- und Ablauforganisation, mit entsprechend grossen Veränderungen für das Personal. Im Rahmen des hierfür notwendigen Veränderungsmanagements haben sich die Nutzergespräche hervorragend bewährt. Dabei konnten die einzelnen Organisationseinheiten ihre Überlegungen zum Bauprojekt oder zu Prozessoptimierungen eingehend darlegen.
Die Zusammenarbeit mit dem Luzerner Kantonsspital (LUKS) wurde im vergangenen Jahr abermals intensiviert. Mit der Akutgeriatrie, der Fusschirurgie und der Gefässchirurgie gibt es drei zusätzliche Leistungsbereiche, die das LUKS und das KSU gemeinsam erbringen. Dadurch steht der Urner Bevölkerung auch in diesen Fachdisziplinen eine wohnortnahe, qualitativ hochstehende Leistungserbringung zur Verfügung. Mittlerweile gibt es 15 Leistungsgebiete, bei welchen das KSU und das LUKS eng zusammenarbeiten.
Der Neubau muss letztendlich dazu führen, dass die Betriebsprozesse vereinfacht und somit günstiger werden. Solche Effizienzsteigerungen sind notwendig, um die künftigen finanziellen Belastungen zu tragen. Erschwerend wirken die wechselnden politischen Rahmenbedingungen, die sich regelmässig negativ auf die finanzielle Lage des KSU auswirken. Besonders unschön ist, dass diese negativen Auswirkungen jeweils nicht abgeschätzt werden können. Zum Beispiel führt der kurzfristig beschlossene Tarifeingriff des Bundesrates auf den 1. Januar 2018 zu einer nicht budgetierten Ertragseinbusse von 700‘000 Franken. Die Spitalführung befindet sich diesbezüglich in einem Zustand der Ungewissheit, was eine weitsichtige Unternehmensführung erschwert. Die Tarifentwicklung hilft nicht, die rasant steigenden Kosten im Gesundheitswesen abzufedern. Seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung stagnieren die Tarife.
Fortunat von Planta
Spitaldirektor