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Roboter ROSA unterstützt neu bei Knieprothesen

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15. September 2026

Das Kantonsspital Uri (KSU) hat den Roboter ROSA erstmals bei einer Knieprothesenoperation eingesetzt. Das Assistenzsystem liefert dem Operationsteam wichtige Messdaten und unterstützt dabei, die Prothese individuell auszurichten. Die Operation wird weiterhin vollständig von der Operateurin oder dem Operateur durchgeführt.

Jedes Knie ist anders. Anatomie, Beweglichkeit und Stabilität unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. ROSA erfasst diese individuellen Merkmale während der Operation. Die Daten helfen dem Operationsteam bei der Planung und beim Einsetzen der Knieprothese.

Das System misst unter anderem, wie weit sich das Knie beugen und strecken lässt und wie stabil es nach innen und aussen ist. Daraus berechnet ROSA Empfehlungen für die Vorbereitung des Kniegelenks und die Ausrichtung der Prothese.

Der Roboter unterstützt – der Mensch operiert

ROSA führt die Operation nicht selbstständig durch. Der Roboter bringt Führungshilfen für die Schnitte am Knochen in die berechnete Position. Die Schnitte selbst führt weiterhin die Operateurin oder der Operateur aus. Die Entscheidungen und die Verantwortung bleiben beim medizinischen Team.

Bisher wurden die Lage und die Grösse der Prothese hauptsächlich anhand eines zweidimensionalen Röntgenbildes geplant. ROSA ergänzt diese Planung mit Messungen direkt während der Operation. Nach dem Einsetzen der Prothese überprüft das Operationsteam erneut, wie beweglich und stabil das Knie ist.

«ROSA ergänzt unsere Erfahrung mit objektiven Messwerten. Damit können wir die Lage und die Funktion der Prothese genauer beurteilen und den Patientinnen und Patienten anschaulich erklären», sagt Dr. med. Simone Cober, Chefärztin Orthopädie und Traumatologie am KSU.

Erster Einsatz erfolgreich

Der erste Einsatz des neuen Assistenzsystems am 7. September 2026 verlief planmässig. Das eingespielte Operationsteam konnte sich rasch auf den neuen Ablauf einstellen.

Aktuell wird ROSA bei Patientinnen und Patienten eingesetzt, die wegen eines Gelenkverschleisses erstmals eine vollständige Knieprothese erhalten. Künftig soll das System auch bei Prothesenoperationen an der Hüfte unterstützen.

Digitale Begleitung vor und nach der Operation

Auf Wunsch können Patientinnen und Patienten die mymobility-App bereits nutzen, sobald die Entscheidung für die Operation getroffen wurde. Die App begleitet sie mit Nachrichten und Informationen durch die Vorbereitung, die Operation und die anschliessende Genesung. Sie bietet zudem Übungen und zeigt die persönlichen Fortschritte. Das Behandlungsteam kann die Entwicklung der Beweglichkeit und Mobilität mitverfolgen und bei Bedarf frühzeitig reagieren.

Mit ROSA erweitert das KSU sein Angebot in der Orthopädie. Die moderne Technologie ergänzt die Erfahrung des Operationsteams mit präzisen und nachvollziehbaren Messdaten.