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Palliative Care

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Das KSU führt keine zertifizierte Palliativstation. Deshalb werden Patientinnen oder Patienten in palliativer Situation bei uns auf der regulären Station betreut. Entscheidend dabei ist die Spitalbedürftigkeit: Sie liegt vor, wenn die notwendige Behandlung nur im Spital angemessen erbracht werden kann (z. B. bei komplexen Erkrankungen oder schweren Symptomen). 

Wenn die Spitalbedürftigkeit nicht mehr gegeben ist, unterstützen wir bei der Organisation der passenden Anschlusslösung.  Dabei arbeiten wir eng mit der Palliativstation Schwyz sowie mit Pflegeheimen, Spitex und den Hausärztinnen und -ärzten zusammen.

Häufig gestellte Fragen

Wieso hat das KSU keine eigene Palliativstation?

Eine zertifizierte Palliativstation benötigt mindestens acht Betten oder jährlich 100 Eintritte, um fachspezifisches Personal sinnvoll einzusetzen und die Station wirtschaftlich betreiben zu können.

Als Beispiel: Für eine Region mit 100'000 Einwohner:innen rechnet man mit acht bis zehn Betten. Mit nur rund 37'000 Einwohner:innen ist der Kanton Uri dafür zu klein. Daher haben wir diesbezüglich keinen Leistungsauftrag vom Kanton und arbeiten mit anderen Institutionen zusammen, um eine passende Anschlusslösung zu finden.

Was passiert, wenn jemand Palliative Care benötigt, aber nicht (mehr) spitalbedürftig ist?

Dann organisieren wir die nachgelagerten Dienste wie Pflegeheime, Spitex oder Hausärztinnen und -ärzte. Für den Übergang nach Hause oder in ein Pflegeheim kommt der kantonale Palliativ-Behandlungsplan zum Einsatz.

Was ist der kantonale Palliativ-Behandlungsplan?

Er dient als interprofessionelles Arbeitsinstrument, das gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten erarbeitet wird. Er ermöglicht eine vorausschauende Planung, mit der wir die Betreuung und den Informationsfluss zwischen den involvierten Fachpersonen und Organisationen sicherstellen und das Vorgehen in medizinischen Notfallsituationen festlegen. 

Der Behandlungsplan hilft dabei, die Wünsche der Patientin oder des Patienten umzusetzen und Angehörige zu entlasten.

Palliative Care Uri
Wie hilft das KSU einer Person in palliativer Situation nach dem Spitalaustritt?

Das KSU bietet Betroffenen und ihren Angehörigen umfassende Unterstützung durch die Sozial- und Austrittsberatung. 

Diese hilft bei der Vermittlung von Pflegeplätzen, der Organisation von Spitex oder ambulanter Unterstützung und berät im Rahmen der Rückkehr in die häusliche Umgebung. Zudem vernetzt die Sozial- und Austrittsberatung die Betroffenen mit Fachstellen, Institutionen und Dienstleistungen wie z. B. der Krebsliga.

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Welche Alternativen gibt es (z. B. für jüngere Palliativ-Patientinnen und -Patienten)?

Es sind nicht immer ältere Patientinnen oder Patienten, deren Krankheit weit fortgeschritten ist und die in einem Heim nicht adäquat betreut werden können. Vielfach ist es auch der Wunsch der Betroffenen oder Angehörigen, in ein Hospiz zu gehen. 

Da es im Kanton Uri keine Institution mit einem solchen Angebot gibt, arbeiten wir eng mit der Palliativstation im Spital Schwyz sowie mit den Hospizen in Schwyz und Luzern zusammen. 

Unterstützende Fachbereiche im KSU

Externe Anlaufstellen und Hilfsangebote

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