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Geschäftsbericht 2021

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Patientensicherheit hat immer oberste Priorität

Im Kantonsspital Uri (KSU) haben Patientensicherheit und eine hohe fachliche Qualität der Leistungen oberste Priorität. Dies ist in unserer Unternehmensstrategie festgehalten. Das KSU verfügt über ein entsprechendes Qualitätskonzept, welches Ziele, Massnahmen und Verantwortlichkeiten definiert, um höchste Qualitätsansprüche sicherzustellen und unsere Behandlungsabläufe kontinuierlich weiterzuentwickeln. Aber was ist wesentlich für eine hohe Qualität und Zufriedenheit?

Wie andere Spitäler führen wir Qualitätsmessungen, Befragungen und Audits durch, stellen sicher, dass unsere Abläufe und Standards immer dem neusten Stand entsprechen und fördern unsere Mitarbeitenden. Darüber hinaus möchten wir drei wesentliche Pfeiler unserer Qualitätsstrategie hervorheben.

Wir führen und schaffen Transparenz

Unser Qualitätskonzept sorgt für Transparenz, Koordination und Verbindlichkeit. Der Beauftragte Qualität ist zusammen mit dem Qualitätsboard, bestehend aus den Klinikleitungen und der Leitung Pflege, Therapie und Patientenprozesse, für die Umsetzung verantwortlich und rapportiert regelmässig der Spitalleitung. Zusammen mit verschiedenen Qualitätsgremien, wie zum Beispiel der Hygienekommission, werden Messergebnisse besprochen, unsere Behandlungsabläufe optimiert und Qualitätsprojekte umgesetzt. Dies geschieht in ständigem Austausch in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Der Patient im Mittelpunkt

Als Regionalspital sind uns die Nähe zum Patienten und patientenorientierte Abläufe zentrale Anliegen. In der Regel gelingt uns dies auch sehr gut, und die allermeisten Patientenfeedbacks zeigen eine hohe
Zufriedenheit mit unserer Arbeit, was uns sehr freut. Aber wir sind nicht perfekt. Und wenn einmal etwas nicht optimal klappt, nehmen wir uns das zu Herzen und suchen nach Verbesserungen, damit es beim nächsten Mal besser funktioniert.

Mit dem Bezug des Neubaus starten wir mit einem neuen Befragungskonzept, mit welchem wir noch näher am Patienten sein wollen, rasch agieren können und unsere Kernkompetenzen für das Wohl des Patienten noch gezielter fördern.

Wir fördern eine hohe Sicherheitskultur

Die Abläufe in Spitälern sind komplex. Trotz aller Anstrengungen und Sicherheitsmassnahmen können Fehler nie vollständig vermieden werden. Darum ist die Förderung einer hohen Sicherheitskultur zentraler Pfeiler unserer Qualitätsstrategie. Dabei geht es zum einen um eine Kultur der Wertschätzung, Förderung von Kompetenz und des Sicherheitsbewusstseins sowie um eine offene und aktive Fehler- und Lernkultur.

Ein wertvolles Mittel ist unser CIRS-Meldesystem, mit welchem wir aus Fehlern lernen, potenzielle Schwachstellen frühzeitig erkennen und entsprechende Massnahmen aufgleisen. Dieses Instrument wird von den Mitarbeitenden im KSU rege genutzt.

Zur Förderung der Sicherheit und Kultur arbeiten wir eng mit nationalen Organisationen wie zum Beispiel der Stiftung Patientensicherheit Schweiz zusammen, mit welcher wir schon mehrere Projekte zur Sicherheitskultur umgesetzt haben. So zum Beispiel mit dem Projekt «Progress! Sichere Chirurgie», mit welchem wir die Abläufe und Kommunikation im und um den OP sicherstellen. Oder dem «Room Of Horrors», in welchem Mitarbeitende zusammen in Teams in einem «präparierten» Patientenzimmer nach versteckten Fehlern suchen. Die niederschwellige und spielerische Förderung der Wachsamkeit, des «Speak-Up» und der Zusammenarbeit stiess auf ein sehr gutes Echo.

Zu erwähnen ist auch die Du-Kultur, welche in unserem Spital seit zwei Jahren unabhängig von Profession, Hierarchie oder Alter gilt und «Speak-Up» und Wertschätzung fördert.

Führung, Patientennähe und Sicherheitskultur spielen zusammen. Sie sind nur bedingt in der Theorie vermittelbar – sie müssen erlebbar sein. Auf diesen Fokus setzen wir. Daran arbeiten wir weiter.

Tobias Haefliger
Beauftragter Qualität