Covid-19 schien von einer Runde in die nächste zu gehen, ohne absehbares Ende. Hatten wir gemeint, 2020 konnte bezüglich Unsicherheiten und Kurzfristigkeiten nicht überboten werden, so hat dies 2021 geschafft! Und mittendrin die Resultate einer Mitarbeitendenbefragung, die sich sehen lassen dürfen.
Covid-19 fordert weiter – und ermöglicht Neues
Mit der Verfügbarkeit der Covid-Impfung galt es, parallel zur Teststation ein Impfzentrum aufzubauen und dieses zu betreiben. Die Möglichkeit der Impfung brachte eine spürbare Entspannung mit Blick auf die tägliche Exponiertheit unserer Mitarbeitenden gegenüber dem Virus. Geblieben ist die hohe Arbeitslast in fast allen Organisationseinheiten. Von Pflegefachkräften und den anderen medizinischen Fachpersonen über die Ärzteschaft bis hin in die Betriebswirtschaft – alle blieben gefordert.
Gleichzeitig hat uns Covid-19 vor Augen geführt, dass die Art der internen Kommunikation den Bedürfnissen nicht mehr gerecht wird. Aus diesem Grund hat das KSU im Frühjahr 2021 mit Beekeeper eine eigene KSU-App eingeführt, damit sich Mitarbeitende zeit- und ortsunabhängig informieren und austauschen können.
Die Resultate der Mitarbeitendenbefragung stimmen zuversichtlich
Nach 2015 und 2018 führte das KSU erneut eine umfangreiche und vollständig anonymisierte Mitarbeitendenbefragung durch. Die hohe Rücklaufquote von 74 % und die Resultate zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg!
Die Zielgrössen «Zufriedenheit», «keine Resignation», «Attraktiver Arbeitgeber» und «Weiterempfehlung des Arbeitgebers» verbesserten sich weiter, und beim «Commitment» verzeichnen wir einen sehr hohen Wert. Generell liegen die Werte bei allen Zielgrössen deutlich über dem Mittelwert der Akutspitäler.
Die Analyse zeigt, dass die in den vergangenen Jahren umgesetzten Massnahmen wie ein weitsichtiges betriebliches Gesundheitsmanagement, die Du-Kultur, die Einführung der bereits erwähnten spitaleigenen App, die Nähe der Spitalleitung zu den Mitarbeitenden, die Führungsentwicklung, die zunehmende Digitalisierung und die weitgehenden Prozessoptimierungen positive Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit und das Commitment haben.
Wie in jedem Unternehmen gibt es auch im KSU Verbesserungspotenzial. Wenig erstaunlich im Kontext von Covid-19 und dem anstehenden Neubau ist, dass die Balance zwischen Arbeit und Freizeit bei vielen Mitarbeitenden verbesserungswürdig ist. Diese Aufgaben werden durch die Spitalführung aktiv adressiert und die Mitarbeitenden in die Veränderungsprozesse eingebunden.
Claudia Jauch-Zgraggen
Leiterin HR und Kommunikation