Die Spitäler stehen seit Jahren im Zentrum der Gesundheitspolitik. Treiber dafür sind die Gesundheitskosten. Und plötzlich sind die Kritiker und Besserwisser stumm. Warum? Ein kleines Virus namens Covid-19 hat ihnen die Sprache verschlagen. Die Spitäler haben ihre Leistungsfähigkeit während dieser Gesundheitskrise nämlich eindrücklich unter Beweis gestellt. Das gilt ganz besonders für unser KSU. Unser Personal war und ist bereit, Sonderaufgaben zu übernehmen und dabei, wenn notwendig, bis an seine Leistungsgrenzen zu gehen.
Die Coronavirus-Krise hat eines gezeigt. Man kann ein solch aussergewöhnliches, lang andauerndes Problem nur gemeinsam lösen. Der Wille und die Bereitschaft, diese Gesundheitskrise zugunsten der Urner Bevölkerung und der Patienten bestmöglich zu bewältigen, war von Anfang an in hohem Mass vorhanden. Aussergewöhnliche Leistungen wurden und werden im KSU durch motiviertes Personal und eine professionell agierende Spitalführung erbracht. Aber auch auf der Ebene der kantonalen Verwaltung und der Politik ist der Einsatz grossartig. Regierungsrat und Landrat haben dem KSU finanziell und moralisch den Rücken gestärkt. Die Kooperation mit der Gesundheitsdirektion verlief wie immer effizient und effektiv, und die Zusammenarbeit mit dem Covid-Sonderstab war professionell und vertrauensvoll.
Solidarität herrschte auch überregional. So hat das KSU während vielen Wochen ausserkantonale Patienten auf seiner Intensivstation betreut.
Der Ertrag des KSU ist pandemiebedingt im letz-ten Jahr eingebrochen. Dank des ausserordentlichen Einsatzes unserer Mitarbeitenden fiel das Jahresergebnis aber weniger dramatisch aus als befürchtet.
Das KSU sieht sich wie alle Spitäler mit vielen «normalen» Herausforderungen konfrontiert. Der Mangel an Fachkräften stellt dabei ein zentrales Problem dar. Der Neubau wird uns helfen, als Arbeitgeber an Attraktivität zu gewinnen. Das KSU setzt sich aber auch sonst seit Jahren für seine Mitarbeitenden ein, wie die kürzliche Zertifizierung des KSU als Friendly Work Space beweist.
Die Erfahrung der sehr guten Zusammenarbeit im und ausserhalb des KSU während der herrschenden Gesundheitskrise und das daraus genährte Wissen, was gemeinsam möglich ist, gibt Zuversicht und erlaubt einen positiven Blick in die Zukunft.
Der Spitalrat dankt, auch im Namen der Urner Bevölkerung, allen herzlich, die zur Bewältigung der seit Jahrzehnten grössten Gesundheitskrise beitragen, allen voran aber unseren Mitarbeitenden und der gesamten Spitalleitung. Sie alle verdienen unseren ausdrücklichen Respekt!