Suche Icon

Geschäftsbericht 2020

Csm kantonsspital uri neubau innen klein 2f5347fc93

Eine Krise, die stärkt

Covid-19 hat das Kantonsspital Uri (KSU) im letzten Jahr stark gefordert – und tut es immer noch. Die Pandemie hat uns eins deutlich gezeigt: In der Krise hält man zusammen! Sobald der Applaus für die Spitäler verklungen ist, werden bestimmt wieder scharfe Töne in der Gesundheitspolitik angeschlagen. Die «normalen» Herausforderungen nehmen auch für das KSU nicht ab.

Die Spitäler stehen seit Jahren im Zentrum der Gesundheitspolitik. Treiber dafür sind die Gesundheitskosten. Und plötzlich sind die Kritiker und Besserwisser stumm. Warum? Ein kleines Virus namens Covid-19 hat ihnen die Sprache verschlagen. Die Spitäler haben ihre Leistungsfähigkeit während dieser Gesundheitskrise nämlich eindrücklich unter Beweis gestellt. Das gilt ganz besonders für unser KSU. Unser Personal war und ist bereit, Sonderaufgaben zu übernehmen und dabei, wenn notwendig, bis an seine Leistungsgrenzen zu gehen.

Die Coronavirus-Krise hat eines gezeigt. Man kann ein solch aussergewöhnliches, lang andauerndes Problem nur gemeinsam lösen. Der Wille und die Bereitschaft, diese Gesundheitskrise zugunsten der Urner Bevölkerung und der Patienten bestmöglich zu bewältigen, war von Anfang an in hohem Mass vorhanden. Aussergewöhnliche Leistungen wurden und werden im KSU durch motiviertes Personal und eine professionell agierende Spitalführung erbracht. Aber auch auf der Ebene der kantonalen Verwaltung und der Politik ist der Einsatz grossartig. Regierungsrat und Landrat haben dem KSU finanziell und moralisch den Rücken gestärkt. Die Kooperation mit der Gesundheitsdirektion verlief wie immer effizient und effektiv, und die Zusammenarbeit mit dem Covid-Sonderstab war professionell und vertrauensvoll.
Solidarität herrschte auch überregional. So hat das KSU während vielen Wochen ausserkantonale Patienten auf seiner Intensivstation betreut.

Der Ertrag des KSU ist pandemiebedingt im letz-ten Jahr eingebrochen. Dank des ausserordentlichen Einsatzes unserer Mitarbeitenden fiel das Jahresergebnis aber weniger dramatisch aus als befürchtet. 

Das KSU sieht sich wie alle Spitäler mit vielen «normalen» Herausforderungen konfrontiert. Der Mangel an Fachkräften stellt dabei ein zentrales Problem dar. Der Neubau wird uns helfen, als Arbeitgeber an Attraktivität zu gewinnen. Das KSU setzt sich aber auch sonst seit Jahren für seine Mitarbeitenden ein, wie die kürzliche Zertifizierung des KSU als Friendly Work Space beweist. 

Die Erfahrung der sehr guten Zusammenarbeit im und ausserhalb des KSU während der herrschenden Gesundheitskrise und das daraus genährte Wissen, was gemeinsam möglich ist, gibt Zuversicht und erlaubt einen positiven Blick in die Zukunft. 

Der Spitalrat dankt, auch im Namen der Urner Bevölkerung, allen herzlich, die zur Bewältigung der seit Jahrzehnten grössten Gesundheitskrise beitragen, allen voran aber unseren Mitarbeitenden und der gesamten Spitalleitung. Sie alle verdienen unseren ausdrücklichen Respekt! 

Dr. iur. Peter Vollenweider
Spitalratspräsident

SR Gruppe 2020

Mitglieder des Spitalrats, von links: Dr. med. Thomas Szucs, Dr. iur. Peter Vollenweider, Dr. rer. pol. Charlotte Werthemann, Dr. med. Reto Kummer, lic. oec. publ. Matthias Wyrsch

SL Gruppe 2020

Mitglieder der Spitalleitung, von links: Helen Simmen Langenberg, KD Dr. med. Georg Mang, Claudia Jauch-Zgraggen, Fortunat von Planta (Spitaldirektor), Silvia Rosery