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Geschäftsbericht 2020

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Klarheit schaffen – trotz und gerade wegen COVID-19

Noch nie waren so viele Augen gleichzeitig und während so langer Zeit auf die Spitäler gerichtet wie im vergangenen Jahr – und damit in erster Linie auf die Mitarbeitenden. 2020 war für uns alle ein Wechselbad der Gefühle und ein Balanceakt zwischen dem Meistern der aktuellen Situation und dem Im-Blick-Halten der nahen Zukunft.

Ausserordentliches geleistet

Unser Leitsatz von 2020 «Klarheit schaffen» bekam mit dem vom Bundesrat verordneten Lock-down von Mitte März auf einen Schlag eine andere Bedeutung. Nicht mehr der Neubau und die Skizzierung neuer Bilder standen im Vordergrund. Von heute auf morgen galt es, Prioritäten anderer Art zu setzen und in Szenarien zu denken, die wir uns Wochen zuvor nicht hätten vorstellen können. Der Ausdruck «Klarheit» bezog sich auf einmal auf die Bewältigung der zu erwartenden ersten Welle an Covid-19-Infektionen.

Glücklicherweise wurden die Mitarbeitenden am KSU im Frühjahr davon verschont. Gleichzeitig führte das vom Bundesrat angeordnete Verbot von nicht dringlichen Eingriffen zwischen Mitte März und Ende April zu einschneidenden personellen Massnahmen. Mehr als 75 % der Mitarbeitenden am KSU waren auf einmal mit Kurzarbeit konfrontiert.

Umso anspruchsvoller gestaltete sich die Situation gegen Ende Jahr mit der auch in Uri eintreffenden zweiten Infektionswelle. Diese brachte die Mitarbeitenden der Covid-Isolationsstation und der Intensivpflegestation über Wochen an ihre Belastungsgrenze.

Eindrücklich hat uns Covid-19 geprüft und gezeigt, dass die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt am KSU ausgezeichnet sind. In allen Teams, Abteilungen und Disziplinen wurde und wird Ausserordentliches geleistet. Dies in der direkten Patientenbetreuung oder beim kurzfristigen Aufbau der Corona-Teststation und dem Corona-Impfzentrum. Covid-19 hat uns interdisziplinär und interprofessionell zusammengeschweisst. Und für diese ausserordentliche Leistung gebührt allen höchste Anerkennung und herzlichster Dank!

Bereit für die letzten Etappen

Den unerwarteten, tiefgreifenden Turbulenzen zum Trotz wurde in den vergangenen Monaten zusätzliche Energie in die Umsetzung der neuen Aufbauorganisation gesteckt. Insbesondere auf Führungsebene wurden die neuen Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten präzisiert und kom-muniziert. Dies ging einher mit der Erarbeitung einer Führungsentwicklung, die im kommenden Jahr umgesetzt wird, um neue und bestehende Führungspersonen in ihrer Aufgabe zu stärken.

Ausserdem stand im März 2020 die Schliessung der Langzeitpflegeabteilung (Geriatrie) an. Dank intensivem Dialog und einem freiwilligen Sozialplan konnte für fast alle Mitarbeitenden der Geriatrie eine stimmige Anschlusslösung gefunden werden.

Claudia Jauch-Zgraggen
Leiterin HR und Kommunikation