Der medizinische Fortschritt, der zunehmende Qualitäts-, Preis- und Kostendruck sowie der Fachkräftemangel stellen Regionalspitäler wie das KSU vor Herausforderungen. Beispielhaft kann hier die bundespolitisch verordnete Kostensenkungsstrategie «ambulant vor stationär» erwähnt werden. Ab 1. Januar 2019 wird bei sechs Gruppen von Eingriffen in der Regel nur noch die ambulante Durchführung vergütet. Wir wissen, die reglementierte Entschädigung für ambulante Behandlungen deckt die Kosten nicht. Was tun? Jammern nützt nichts. Wir müssen die Herausforderung annehmen und entsprechend unserer Vision proaktiv und mutig handeln.
Geschäftsbericht 2018
Wandel ist die Konstante
Gesundheits- und Spitalwesen wandeln sich konstant. Die Schlagzahl und die Auswirkungen der Veränderungen haben sich erhöht. Diesen Veränderungen begegnet das Kantonsspital Uri (KSU) mit einer zukunftstauglichen Unternehmensstrategie. Gefordert sind eine hohe Leistungsbereitschaft und grosse Flexibilität unserer Mitarbeitenden.
Dem Trend «ambulant vor stationär» folgend, wird die Tagesklinik im Neubau stark vergrössert. Um dem Kostendruck zu begegnen, werden mit der Strategie 2018–2022 und im Hinblick auf den Neubau verschiedene Massnahmen umgesetzt. Stichworte dazu sind: Standardisierung der Prozesse, moderne Logistikkonzepte und Umsetzung der Lean-Hospital-Grundsätze. Zuoberst aber steht immer der Patient. Es geht um sein Wohl.
Wir stecken bereits mitten in den Vorbereitungen für den Bezug und Betrieb des Neubaus. Diese Transformationsphase stellt eine gewaltige Herausforderung für die Mitarbeitenden des KSU dar. Einerseits erbringen sie das Tagesgeschäft wie gewohnt zum Wohle unserer Patienten in bester Qualität. Zum anderen arbeiten sie in Projekten mit, die sich mit der Zukunft, mit dem Neubau und mit Veränderungen befassen. Solange nicht für alle Mitarbeitenden klar ist, wie ihre Rolle im neuen Spital aussehen wird, existieren verständlicherweise Unsicherheiten. Diese Unsicherheiten nehmen Spitalrat und Spitalleitung sehr ernst. Personal und Unternehmenskultur haben daher in der neuen Strategie des KSU einen ganz besonderen Stellenwert
Das KSU ist auf ein topmotiviertes Personal angewiesen. Unsere Mitarbeitenden haben auch im letzten Jahr eine Spitzenleistung erbracht. 2018 hat uns grippebedingt einen grossen Patientenzuwachs beschert, was mit enormem Mehraufwand unserer Mitarbeitenden verbunden war. Den grossartigen Einsatz der KSU-Mitarbeitenden schätzen Spitalrat und Spitalleitung sehr. Wir zählen auch in Zukunft auf ihr wertvolles Engagement.
Zum Schluss dankt der Spitalrat der Spitalleitung unter der Führung von Spitaldirektor Fortunat von Planta für ihren unermüdlichen und innovativen Einsatz zugunsten des KSU.
Dr. iur. Peter Vollenweider
Spitalratspräsident
Mang, Helen Simmen Langenberg, Silvia Rosery, Claudia Jauch-Zgraggen, Dr. med. Oliver Tschalèr, Fortunat von Planta (Spitaldirektor)