Die positive Entwicklung im Jahr 2018 ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Besonders augenfällig ist der deutliche Anstieg der akutstationären Fälle. So wurden gegenüber dem Vorjahr 284 Fälle mehr registriert. Die Gesamtzahl der stationären Fälle stieg somit auf 4319, so viele wie noch nie in der Geschichte des KSU. Dies bedeutet einen Ertragsanstieg im stationären Bereich in der Höhe von 6.3 Prozent. Gleichzeitig konnte der ambulante Betriebsertrag um 3.6 Prozent gesteigert werden. Auf der einen Seite ist dies überraschend, hat doch der Bundesrat auf den 1. Januar 2018 eine einschneidende Tarifkürzung verordnet. Auf der anderen Seite zeigt das Wachstum im ambulanten Bereich die Anstrengungen des KSU, operative Eingriffe ambulant durchzuführen, sofern dies medizinisch begründet werden kann.
Geschäftsbericht 2018
Erfreuliches Ergebnis in einem turbulenten Umfeld
Das KSU trotzt dem Trend im Gesundheitswesen. Trotz einer massiven Tarifkürzung konnte das vergangene Geschäftsjahr mit einem Gewinn in der Höhe von 1.5 Mio. Franken abgeschlossen werden.
Der deutliche Anstieg bei den ambulanten und stationären Behandlungen führte auf der Kostenseite zu einem Mehraufwand. Während der medizinische Bedarf deutlich um 11.9 Prozent auf 13.3 Mio. Franken anstieg, blieb der Personalaufwand praktisch auf dem Vorjahresniveau. Daraus ist abzulesen, dass am KSU vermehrt Leistungen durch externe Ärzte erbracht wurden, was durch die abermals intensivierte Zusammenarbeit mit dem Luzerner Kantonsspital (LUKS) zu erklären ist. Der operative Gewinn beträgt gute 6.6 Mio. Franken oder 9.5 Prozent des Betriebsertrages. Damit werden die finanziellen Vorgaben, welche für eine langfristig nachhaltige Unternehmensfinanzierung notwendig sind, fast erreicht. Mit Bezug des Neubaus muss das KSU einen operativen Gewinn in der Höhe von 10 Prozent des Betriebsertrages erwirtschaften.
Die Bilanz des KSU weist eine gesunde Struktur auf. Das Eigenkapital konnte um 1.5 Mio. auf 6.9 Mio. Franken erhöht werden, bei Aktiven in der Höhe von 20.9 Mio. Franken. Das Fremdkapital konnte um 2.59 Mio. Franken abgebaut werden.
Das KSU ist für den Kanton Uri lebenswichtig. Es sichert die spitalbasierte Grundversorgung und dem Kanton pro Jahr eine Wertschöpfung von mehr als 60 Mio. Franken. Die Patientenstatistik verdeutlicht die Bedeutung für die Urner Bevölkerung eindrücklich: 94 Prozent der Patientinnen und Patienten stammen aus dem Kanton Uri, und 74 Prozent aller Patientinnen und Patienten treten über den Notfall ein.
Fortunat von Planta
Spitaldirektor