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Gynäkologie

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Patientenmanagement Gynäkologie
sekretariat.gynaekologie@ksuri.ch
Tel 041 875 51 70

Leistungsangebot

Kinderwunschsprechstunde

Von unerfülltem Kinderwunsch spricht man, wenn ein Paar während eines Jahres erfolglos versucht, eine Schwangerschaft zu erzielen. Bei Frauen über 35 Jahren empfiehlt sich bereits nach sechs Monaten eine Abklärung, da der zeitliche Faktor bedeutend ist. Da die Gründe etwa zu gleichen Teilen bei der Frau und beim Mann liegen, ist es sinnvoll, beide Partner früh in die Untersuchungen einzubeziehen. 15-20 % der Paare sind von diesem Problem betroffen. Es gibt diverse Ursachen. 

 

Abklärung der Ursachen

  • Abklärungen beim Mann: Diese bestehen meistens ausschliesslich aus der Untersuchung der Spermien (Spermiogramm). Bei auffälligem Ergebnis sind in besonderen Fällen weitere Abklärungen indiziert (z.B. urologische Vorstellung).
  • Abklärungen bei der Frau: Die weibliche Abklärung ist etwas komplexer: man muss in der frühen Zyklusphase eine hormonelle Untersuchung im Blut durchführen. In der Mitte des Zyklus erfolgt eine Ultraschalluntersuchung, damit man bestätigen (oder ausschliessen) kann, dass der Eisprung regelgerecht stattfindet. Darüber hinaus wird die anatomische Komponente (Eileiter) nach Durchgängigkeit geprüft.

 

Behandlungsmöglichkeiten

  • Ovarielle Stimulation mit Ovulationsinduktion: Hier handelt sich um eine Fruchtbarkeitsbehandlung, bei der Medikamente (Tabletten oder Spritzen) eingesetzt werden, um die Eierstöcke zur Entwicklung von Eizellen anzuregen und einen Eisprung gezielt auszulösen. Dieses Verfahren ist vor allem bei Frauen mit hormonellen Störungen (z.B. Anovulation) mit guten Erfolgschancen assoziiert.
  • Insemination: Hier werden aufbereitete Spermien des Partners mit einem dünnen Katheter direkt in die Gebärmutterhöhle der Frau eingeführt, um die Chancen einer natürlichen Befruchtung zu erhöhen. Dieser medizinische Eingriff ist schmerzfrei, erfolgt ambulant und ist eine sanfte Methode zur Unterstützung des Kinderwunsches. Die Insemination kann sowohl in einem natürlichen, als auch in einem stimulierten Zyklus erfolgen. Letzteres bringt etwas bessere Erfolgschancen.
  • In-Vitro-Fertilisation (IVF/ICSI) (in Zusammenarbeit mit Partnerklinik): Hier werden Eizellen der Frau ausserhalb des Körpers mit Spermien des Partners im Labor befruchtet. Nach einer hormonellen Stimulation werden die Eizellen entnommen und mit Spermien in einem Reagenzglas zusammengebracht. Erfolgreich befruchtete Eizellen, nun Embryonen, werden dann in die Gebärmutter der Frau eingesetzt, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Im Rahmen der hormonellen Stimulation finden mehrere Ultraschallkontrollen sowie Blutuntersuchungen statt, um den idealen Zeitpunkt für die Eizellengewinnung zu bestimmen. 

 

Zusammenarbeit mit der Kinderwunschklinik Cada

Das KSU verfügt über kein IVF-Labor. Um unsere Patientinnen bestmöglich zu begleiten, arbeiten wir eng mit unserer Partnerklinik, der Kinderwunschklinik Cada, zusammen, welche über eins der modernesten IVF-Laboratorien in der Schweiz verfügt. 

Eine Zusammenarbeit mit Cada läuft folgendermassen ab:

  • Das Paar wird von unserer Klinik an Cada zur Beratung überwiesen
  • Das ärztliche Team von Cada führt ein Aufklärungsgespräch mit dem Paar durch, alternativ per Video oder vor Ort. Ein individualisierter Therapieplan wird von Cada erstellt und sowohl dem Paar als auch unserer Klinik übermittelt.
  • Die Medikamentenabgabe, die Ultraschall- und Laboruntersuchungen übernimmt das KSU (meistens 4-5 Termine). Die Ergebnisse werden unmittelbar an Cada weitergeleitet.
  • Das Paar wird bei Cada die Eizellengewinnung sowie den Embryotransfer durchführen lassen. 
Mehr erfahren zur Kinderwunschklinik Cada
Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung (Jahreskontrollen)

Bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung überprüfen wir Ihre allgemeine weibliche Gesundheit. Dazu gehören Untersuchungen des Unterleibs sowie ein Gebärmutterhalsabstrich zur Früherkennung möglicher Erkrankungen und Krebsvorstufen.

Wir empfehlen auch eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide, da diese die besten diagnostischen Möglichkeiten bezüglich Erkrankungen von Gebärmutter und Eierstöcken bietet.

Ebenfalls wird die Brust abgetastet, um evtl. Raumforderungen zu erkennen.

Der Abstrich des Gebärmutterhalses wird von den Kassen in 3-jährigen Abständen vergütet.

Brustsprechstunde (Senologische Sprechstunde)

Veränderungen an der Brust sind häufig. Für betroffene Patientinnen sind diese beunruhigend und sollen rasch abgeklärt werden. Damit die betroffene Frau nach einem Brustbefund schnell Gewissheit hat, bieten wir täglich eine Senologische Sprechstunde an. Dazu steht Ultraschall und Mammographie zur Verfügung. Wir entnehmen bei Auffälligkeiten Gewebeproben und entsprechend dem Resultat leiten wir die weitere Therapie ein.

Wir empfehlen ausserdem die regelmässige Selbstuntersuchung der Brust, weil sie die Körperwahrnehmung verbessert und Veränderungen erkennen lässt. Brustkrebs kann bereits im Frühstadium erkannt werden, Tumore sind aber erst ab einer gewissen Grösse tastbar. Ärztliche Brustuntersuchungen finden auch anlässlich der Jahreskontrolle statt.

Ganzheitliche Betreuung bei Brustkrebs

Bei Brustkrebs arbeiten wir engmaschig mit dem Brustzentrum des Luzerner Kantonsspital zusammen. An sogenannten Tumorboards besprechen wir mit den Expertinnen und Experten die optimale Therapie. Wir betreuen unsere Patientinnen ganzheitlich und begleiten sie während der ganzen Zeit. Operationen werden bei uns am KSU durchgeführt. Nach der Operation setzen wir uns erneut mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen und besprechen mit Ihnen die optimale weitere Therapie. Mit dieser Zusammenarbeit ist garantiert, dass die Patientin die richtige Behandlung bekommt. Nach der Behandlung werden engmaschige Nachkontrollen bei uns durchgeführt.

Mammographie

Die Mammographie ist in Kombination mit der Ultraschalluntersuchung, nach wie vor, das wichtigste bildgebende Verfahren zur Früherkennung des Brustkrebses. Die Strahlenbelastung ist minimal.

Falls bei einer Untersuchung ein Befund in der Brust festgestellt wird, erfolgt eine Gewebebiopsie in lokaler Betäubung. Diese Abklärungen sind für die Diagnosestellung und weitere Behandlung notwendig.

Mammographien bei Beschwerden oder zur weiteren Abklärung eines Tastbefundes werden, je nach familiärer Vorgeschichte und Alter, von der Grundversicherung bezahlt.

Im Kanton Uri gibt es leider noch kein organisiertes Screening-Programm, das heisst, dass die Kosten für Untersuchungen zur Früherkennung des Brustkrebses vielleicht von den Patientinnen übernommen werden müssen. Viele Kassen bieten allerdings diese Leistung in ihren Zusatzversicherungen an. Es lohnt sich, diesbezüglich mit der Krankenkasse zu telefonieren und zu fragen, ob die Kosten, in Ihrem Fall, nicht doch übernommen werden!

Ultraschall der Brust

Ein Ultraschall der Brust ist eine wichtige Ergänzung zur Mammographie und wird bei jungen Frauen häufig als alleinige Untersuchungsmethode eingesetzt. Da Frühzeichen einer Krebserkrankung, sogenannte Verkalkungen, durch den Ultraschall nicht erkannt werden, kann der Ultraschall die Mammographie nicht ersetzen.

Brusteingriffe bei gutartigen und bösartigen Veränderungen

Nach der Durchführung der notwendigen bildgebenden Diagnostik (Ultraschall der Brust und Mammographie) und ggf. der Entnahme von Proben unter lokaler Betäubung, führen wir Operationen zur Entfernung von gutartigen (nicht-krebsartigen) Knoten oder Veränderungen in der Brust durch.

Bei bösartigen Veränderungen werden die Ergebnisse zuerst in einer Tumorkonferenz besprochen, um die optimale, zeitgemässe Behandlung für die Erkrankung festzulegen. Die Operationen bei Brustkrebs werden auch bei uns im KSU durchgeführt.

Teenagersprechstunde

Der erste Besuch in der Gynäkologie soll kein Grund zur Besorgnis sein. Wir nehmen uns deshalb für die erste Begegnung besonders viel Zeit. Wichtig zu erwähnen ist, dass bei diesem Termin keine Untersuchung durchgeführt wird, sondern das Gespräch und die Fragen der Patientin im Vordergrund stehen. Eine Begleitperson (Mutter, Freundin, Freund etc.) ist in unserer Teenagersprechstunde selbstverständlich willkommen.

Wir beraten junge Frauen zu allen Fragen der persönlichen und körperlichen Entwicklung, zum Thema Menstruation, Sexualität und Verhütung, Prävention vor sexuell übertragbaren Krankheiten sowie Information über die HPV-Impfung.

Dysplasie-Sprechstunde

Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird der Krebsabstrich eingesetzt. Mit diesem Test können bereits Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs erkannt werden. Der Abstrich ist Teil der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung. Bei auffälligen Befunden werden Gewebeproben entnommen.

Beckenboden- und Inkontinenzsprechstunde

Der unwillkürliche Abgang von Urin, sowie eine Senkung der Beckenorgane sind Probleme, die sehr viele Frauen betreffen. Bei der Harninkontinenz handelt es sich um eine Störung mit einem ungewollten Urinverlust. Senkungsbeschwerden der Gebärmutter oder der Scheide sind unter anderem Folge einer Gewebeschwäche.

Zur Diagnostik werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • gezielte Anamnese
  • gynäkologische Untersuchung
  • Ultraschalluntersuchung
  • Urinuntersuchung
  • Restharnbestimmung
  • urodynamische Funktionsdiagnostik

 

Die individuelle Behandlung ist unterschiedlich:

  • konservative Therapien wie Beckenbodengymnastik, Physiotherapie oder Pessare
  • medikamentöse Therapie
  • operative Therapie mit Bandeinlagen oder Scheidenplastiken
Verhütungsberatung

In der Verhütungsberatung informieren wir Sie über verschiedene Methoden zur Verhütung, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Wir besprechen die Vor- und Nachteile jeder Methode, wie zum Beispiel Pillen, Kondome, Spiralen oder Implantate, und helfen Ihnen, die für Sie am besten geeignete Methode auszuwählen.

Beratung bei ungewollter Schwangerschaft

Diese Beratung bietet Ihnen Unterstützung und Informationen, wenn Sie ungewollt schwanger sind. Gemeinsam besprechen wir verschiedene Optionen, wie die Fortsetzung der Schwangerschaft, eine mögliche Adoption oder einen Schwangerschaftsabbruch – hier gibt es, je nach Schwangerschaftsalter, medikamentöse oder operative Verfahren.

Beratung bei Wechseljahrbeschwerden

Wir unterstützen Sie bei den typischen Herausforderungen der Wechseljahre, wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder vaginalen Beschwerden. Gemeinsam besprechen wir mögliche Behandlungsmöglichkeiten, Lebensstiländerungen und Therapien, um Ihre Symptome zu lindern und Ihre Lebensqualität in dieser Übergangsphase zu verbessern.

Notfallsprechstunde bei akuten Beschwerden

Wir haben täglich in unserem Ambulatorium Notfallslots reserviert. Dadurch ist es möglich, bei akuten Beschwerden, meistens noch am selben Tag – ohne lange Wartezeiten – gynäkologisch abgeklärt zu werden.

Myombehandlung mit Sonata

Die Sonata-Behandlung ist ein schnittfreies und gebärmuttererhaltenden Verfahren von Myomen. Die Methode ist minimalinvasiv und klinischen Studien zufolge sicher und wirksam für die Behandlung symptomatischer Myome.

Myome, die nicht für die Sonata-Methode geeignet sind, können minimal-invasiv (laparoskopisch) behandelt werden.

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Hysteroskopien (Gebärmutterspiegelung)

Eine Hysteroskopie ist ein Verfahren, bei dem ein dünnes Instrument mit einer Kamera durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt wird, um das Innere der Gebärmutter genau zu untersuchen.

Endometriumablation mit NovaSure®

Die NovaSure® Endometriumablation ist ein kurzer, einmaliger Eingriff, bei dem die Gebärmutterschleimhaut verödet wird, um den Blutverlust bei starken Menstruationsblutungen zu senken. In diesem Fall werden Sie von uns beraten, ob der Eingriff bei Ihnen sinnvoll ist.

Diagnostische Laparoskopien (Bauchspiegelung) bei Unterbauchschmerzen

Bei einer diagnostischen Laparoskopie wird durch kleine Schnitte ein Instrument mit Kamera in den Bauch eingeführt, um die Ursache von Unterbauchschmerzen zu erkennen.

Gebärmutterentfernung (abdominal, laparoskopisch oder vaginal)

Eine Gebärmutterentfernung ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Gebärmutter entfernt wird. Dies kann über einen Bauchschnitt, minimal-invasiv (laparoskopisch) oder durch die Scheide erfolgen.

Behandlung von Veränderungen an den Eierstöcken

Veränderungen an den Eierstöcken, wie Zysten oder Tumoren, werden bei uns durch chirurgische oder medikamentöse Massnahmen behandelt.

Tubensterilisation (Eileiterunterbindung)

Bei einer Tubensterilisation werden die Eileiter verschlossen oder durchtrennt, um eine dauerhafte Verhütung und damit das Verhindern einer Schwangerschaft zu erreichen.

Behandlung bei Gebärmutterkrebs

Bei Gebärmutterkrebs ist in der Regel eine chirurgische Behandlung erforderlich (Gebärmutterentfernung, oft mit Ausräumung von Nachbarlymphknoten). Diese Operationen werden entweder minimal-invasiv oder (wenn nötig) offen durchgeführt.