Breadcrumb Navigation

Wenn es draussen heiss ist richtig trinken

Bei heissen Aussentemperaturen ist immer wieder vom richtigen Trinken die Rede. Die Empfehlungen sind unterschiedlich und reichen bis zu drei Liter pro Tag. Doch was heisst richtiges Trinken überhaupt? Patrick Jauch, Teamleiter der Ernährungsberatung des Kantonsspitals Uri, gibt Auskunft: «Als gesunder Mensch reicht es aus, ganz nach seinem persönlichen Durstgefühl zu trinken.» Dennoch sollten Sie nicht regelmässig unter einem Liter am Tag bleiben. Im Alter nimmt das Durstgefühl ab und auch bei Kleinkindern und Kranken ist ein Augenmerk auf eine ausreichende Trinkmenge zu legen.

Ausreichendes Trinken ist unerlässlich

Bei grosser Hitze, bei sportlicher Betätigung oder bei Erkrankungen wie Durchfall oder Fieber sollten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit achten. Der Ernährungsberater rechnet bei einem Sportler mit einer zusätzlichen Flüssigkeitszufuhr von 0,4 bis 0,8 Liter pro Stunde Bewegung zur normalen Trinkmenge. Bei Fieber sollten Sie pro Grad Temperaturerhöhung 0,5 Liter mehr trinken.
Entsprechend sollten Sie auch bei heissen Temperaturen im Sommer auf das eigene Trinkverhalten achten. Wenn Sie gesund sind, regelt das ihr Körper zunächst selber. Wenn er weniger Flüssigkeit bekommt, scheidet er auch weniger aus. Mit der Zeit kann es aber zu einem Leistungsabfall kommen, der Stoffwechsel verzögert sich und der Körper beginnt zu dehydrieren. Dies kann sich mit Kopfschmerzen oder Konzentrationsbeschwerden bemerkbar machen.

Nicht alle Getränke sind als Durstlöscher geeignet

Meldet sich schliesslich der grosse Durst, dann sollten Sie diesen möglichst mit Wasser oder mit ungesüssten Getränken löschen. Grundsätzlich gilt: energie- und alkoholfrei. Wenn Sie sich sportlich betätigen, können Sie zwischendurch auch ein isotonisches Getränk zu sich nehmen. Diese enthalten per Definition die gleiche Konzentration von Nährstoffen wie unser Blut und kann daher besonders gut aufgenommen werden. Jedoch sollten Sie nicht den ganzen Flüssigkeitsbedarf mit solchen Getränken abdecken, da unter anderem der Energiegehalt eher hoch ist. «Ob es immer eiskalte Getränke sein sollen, wenn es heiss ist, ist gar nicht so sicher», sagt der Fachmann. Ein lauwarmer Pfefferminztee hat eher eine kühlende Wirkung. Und auch Wasser mit einem Zitronenschnitz oder Ingwer sind gute Alternativen.

Gerade wenn Sie an einer Herzschwäche oder Nierenerkrankung leiden, müssen Sie sich unbedingt an die Trinkmengenempfehlung des Arztes halten. Wenn der Durst mal sehr gross ist und sehr viel getrunken wird, kann das auch ein Zeichen für einen Diabetes (Zuckerkrankheit) sein. Das Kantonsspital Uri bieten in solchen Fällen therapeutische Beratungen und öffentliche Vorträge an. Melden Sie sich bei der Ernährungsberatung des Kantonsspitals Uri unter 041 875 51 10.

Schliessen
Im Notfall
144

Hausärztlicher Notfalldienst

041 870 03 03

Tox–Zentrum

145

Zentrale Kantonsspital Uri

041 875 51 51

Wichtige Links