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Gut geschützt in die Ferien

Es ist wieder Ferienzeit und das Reisefieber steigt. Ferne Länder bereisen, fremde Kulturen erleben und kulinarische Köstlichkeiten entdecken. Damit das Reisefieber die harmloseste Nebenwirkung bleibt und Sie Ihre Ferienzeit unbeschwert geniessen können, sollten Sie sich gut schützen. Constantine Bloch-Infanger, Oberärztin für Infektiologie am Kantonsspital Uri, gibt medizinische Ratschläge.

Reiseziel und individuelle Faktoren sind massgebend

Natürlich kommt es immer darauf an, wohin Sie reisen und wie Sie Ihre Ferien verbringen wollen. Arbeitet man auf einer Tierfarm in Indien sollte man gegen Tollwut geimpft sein, was bei einem Aufenthalt im Sterne-Hotel in Südamerika nicht nötig ist. Eine organisierte Safari in Afrika ist etwas anderes als Tauchferien auf den Malediven oder Lama-Trekking in den Anden.
Die Medizinerin rät in erster Linie, dass Sie sich die Frage stellen «Wer bin ich, der da reist?». Haben Sie Vorerkrankungen, sind Sie schwanger, gibt es Einschränkungen bei meinem Immunsystem oder Unverträglichkeiten/Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel oder Stoffe?

Frühzeitige Vorbereitung bei Medikamenten und Impfschutz empfohlen

Wenn Sie auf Medikamente angewiesen sind, dann sollten Sie diese auf Reisen mitnehmen. In bestimmten Ländern ist die Gefahr gross, dass man an Arzneien gerät, in denen nicht immer das enthalten ist, was auf der Verpackungsbeilage steht – wie zum Beispiel bei Insulin oder Malaria-Tabletten.
Ausserdem ist der Standardimpfschutz zentral, egal ob Sie in der Schweiz oder in der weiten Welt unterwegs sind. Dazu gehört die Kombinationsimpfung Wundstarrkrampf (Tetanus)/Diphterie/Keuchhusten, die Sie alle 10 bis 20 Jahre wiederholen sollten. Allen Jahrgängen nach 1963 empfiehlt Constantin Bloch-Infanger eine Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Auch zu einer Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B rät die Medizinerin. Über Nahrungsmittel könne man sich leicht mit Hepatitis A infizieren, bei ungeschütztem Sexualverkehr bestehe das Risiko von Hepatitis B oder anderen Infektionen. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist abhängig vom Reiseziel. Da teilweise mehrere Impfungen notwendig sind oder der Impfschutz erst nach einiger Zeit seine Wirkung entfaltet, ist eine frühzeitige Information notwendig.

Einfache Verhaltensregeln können Gefahren minimieren

Mithilfe von ein paar Verhaltensregeln können Sie Gefahren reduzieren. Ein wichtiges Thema dabei ist die Hygiene. Regelmässiges Händewaschen – vor und nach dem Essen sowie nach Besuch von öffentlichen Toiletten. So kann auch ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel für die Hände eine durchaus sinnvolle Anschaffung sein.
Beim Essen beachten Sie die Regel «Koch es, brat es, schäl es oder vergiss es». Auch Wasser nehmen Sie am besten nur in gebrühter Form (Tee, Kaffee) zu sich oder als Mineralwasser aus der Flasche, das Sie am besten auch zum Zähneputzen benutzen sollten. Vorsicht gilt bei Glacen, Eiswürfeln, Salat oder Speisen vom kalten Buffet.

Guter Schutz gegen Sonne und Insekten

Einfach, aber wichtig ist auch ausreichender Schutz vor Insekten und Sonneneinstrahlung. Dazu empfiehlt Constantin Bloch-Infanger lange Kleidung, Insektenschutzspray beziehungsweise Sonnenschutzmittel sowie tagsüber Sonnenbrille und nachts schlafen unter dem Moskitonetz. Auf diese Weise können Sie das Risiko einer Infektion mit Malaria, dem Dengue-Fieber oder der Übertragung des Zika-Virus senken.

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Im Notfall
144

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145

Zentrale Kantonsspital Uri

041 875 51 51

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