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Blasenentzündung – So beugen Sie vor

Dr. Beata Endler, Gynäkologin am Kantonsspital Uri, erklärt Ihnen, wie man Keimen bei Blasenentzündungen zu Leibe rückt. Es zieht, es brennt, es schmerzt. Jeder Gang zur Toilette wird zur gefürchteten Tortur. «Dann liegt eine Blasenentzündung vor», sagt Dr.Beata Endler, Oberärztin am Kantonsspital Uri. 

Tee trinken und nicht abwarten, wenn die Blase entzündet ist

Ist es bereits so weit, dann heisst es trinken, trinken und nochmals trinken. «Eine einfache Eigentherapie, um die Keime schnell wieder auszuspülen», erklärt Dr. Beata Endler und empfiehlt Ihnen, reichlich Tee zu trinken. Das kann zum Beispiel der klassische Blasen- und Nierentee sein, aber auch Kamillen- und Fencheltee wirken ebenso gut harntreibend.Eine pflanzliche Alternative aus der Apotheke, wie ein Extrakt aus Bärentraubenblättern, hilft Ihnen begleitend zum Trinken als Entzündungshemmer. «Ausserdem ist Ruhe wichtig, vermeiden Sie Stress in dieser Phase», rät die Gynäkologin. 

Was tun, wenn es nicht besser wird

In den meisten Fällen heilt eine Blasenentzündung auf diese Weise von allein schnell aus. Sollte dies nach zwei, drei Tagen bei Ihnen nicht der Fall sein oder gar Flankenschmerzen im unteren Rücken – also in der Nierengegend – auftreten, dann heisst es, unbedingt sofort zum Arzt gehen. «Denn dann sind die Keime in der Harnröhre bereits hochgestiegen und können eine Nierenbeckenentzündung hervorrufen», erläutert die Oberärztin. In diesem Fall hilft ein Antibiotikum am besten. «Heutzutage gibt es bereits kurz wirksame Antibiotika, die relativ schnell die Schmerzen nehmen und nicht über längere Zeit eingenommen werden müssen.» Erst wenn Blasenentzündungen immer wiederkehren, setzt man zur Behandlung ein Langzeit-Antibiotikum ein. 

Wechseljahre und Blasenentzündung

Häufige Blasenentzündungen können bei Frauen auch mit den Wechseljahren auftreten. Das hat mit dem Östrogenmangel zu tun. «Die Schleimhaut in der Scheide wird weniger durchblutet und ist nicht mehr so widerstandsfähig. Keime habe es dann leichter, sich zu vermehren und in die nahe Harnröhre zu gelangen», informiert die Gynäkologin. Deswegen ist es wichtig, insbesondere nach dem Stuhlgang auf die Hygiene zu achten. Denn schnell gelangen auch Keime aus dem Darm in die Scheide. Wiederkehrende Infektionen können dann zu einer Blasenschwäche beziehungsweise Inkontinenz führen. Kein Grund zum Schämen, denn auch hier lässt sich etwas tun. Die gynäkologische Abteilung des Kantonsspitals Uri berät speziell dazu.  

Altersunabhängig

Auch junge Frauen sind nicht vor vermehrten Blasenentzündungen gefeit. «Im Gegenteil, wir sprechen in diesen Fällen von der sogenannten Honeymoon-Zystitis», erklärt Dr. Beata Endler. Ein Begriff, der umschreiben soll, dass sexuell aktive Frauen erkranken, wenn durch häufigen Geschlechtsverkehr zum Beispiel Bakterien in die Harnröhre der Frau dringen oder der Partner zur Keimquelle wird. Ausserdem rät Dr. Beata Endler, dass Sie sich im Herbst, wenn die Temperaturen sinken, vor Unterkühlung schützen. «Man bekommt keine Blasenentzündung oder einen Schnupfen, nur weil es draussen kalt ist», erläutert sie. Dafür sind in beiden Fällen immer noch Keime verantwortlich. Aber: Bei Kälte muss Ihr Körper mehr arbeiten, um warm zu bleiben, der Stoffwechsel wird langsamer und das Immunsystem ist stärker gefordert. Ihre Abwehrkräfte sinken. Und dann haben es Keime wiederum leichter, sich im Körper zu vermehren und Krankheiten herzvorzurufen. Wie auch immer Keime zu einer Blasenentzündung führen, wichtig ist es, dass Sie diese wieder ausspülen. Es sollte nicht zu einer Urinkonzentration in der Blase kommen. Dementsprechend: trinken, trinken, trinken. Auch wenn es weh tut, jeder Toilettengang hilft Ihnen, Ihr Leiden mehr und mehr zu lindern.

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