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Zwei langjährige Ärzte treten in den Ruhestand

Montag, 30. Oktober 2017

Per Ende November 2017 treten Dr. med. Gallus Burri, Chefarzt Chirurgie, und Dr. med. Rolf Amstad, Leitender Arzt Anästhesie, in den wohlverdienten Ruhestand. Im Rahmen des öffentlichen Vortrags am 2. November im theater(uri) blickt Dr. med. Gallus Burri auf seine 28-jährige Tätigkeit am Kantonsspital Uri zurück und wagt einen Blick in die Zukunft der Chirurgie und des Spitals.

Während der langjährigen Tätigkeit von Gallus Burri und Rolf Amstad im Dienste des Kantonsspitals Uri (KSU) befand sich das Gesundheitswesen in einem steten Wandel. Und doch finden sich während der letzten drei Jahrzehnte auch Konstanten im Spitalalltag.

Zuoberst steht der Patient

Gerade jetzt und mit der Planung des Um- und Neubaus nimmt das Credo «Patient first – Der Patient zuerst» eine ausserordentlich hohe Bedeutung ein. Nach diesem Grundsatz handelte Rolf Amstad seit jeher: «Als Leiter der Anästhesie legte ich von Anfang an den Fokus auf maximale Patientensicherheit und die Anwendung von zeitgemässen Anästhesietechniken».
Die konsequente Orientierung an den Fachgesellschaften ist das eine. Gallus Burri erwähnt einen weiteren wichtigen Aspekt, der sich in den vergangenen Jahren kaum verändert hat: «Ich durfte täglich das absolute Vertrauen und eine grosse Dankbarkeit von den Urner Patientinnen und Patienten erfahren. Dies machte das enorme persönliche Engagement erst  möglich.»  Burri weiter: «Ausserdem war die Unterstützung der gesamten Urner Bevölkerung und auch der Politik immer ungebrochen. Dies zeigt sich aktuell wieder in der grossartigen Zustimmung zum Um- und Neubau. Für diesen Rückhalt und das Vertrauen bedanke ich mich herzlich.»

Pioniertätigkeiten im kleinen Regionalspital

Als vergleichsweise kleines Spital behauptet sich das KSU seit jeher in der Dynamik des Gesundheitswesens. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten die beiden abtretenden Ärzte. So hat sich das KSU dank ihnen nicht selten als Pionier in der nationalen Spitallandschaft hervorgehoben.
Bereits 1991 wurde in Altdorf die minimalinvasive Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) eingeführt. Das KSU zählte damit zu den ersten Spitälern der Schweiz. Ende der 90er Jahre wurde dann der Spitalanbau mit dem neuen Operationstrakt in Betrieb genommen. Zugleich konnte eine moderne Intensivstation realisiert werden. Mit seiner Weiterbildung zum Facharzt in Intensivmedizin ermöglichte Rolf Amstad einen weiteren Meilenstein. Die Intensivstation des KSU wurde im Jahr 2002 als eine der ersten in der Innerschweiz offiziell anerkannt.

Amstad resümiert: «Im Zusammenhang mit dem Aufbau der Anästhesieabteilung gemäss geltenden Richtlinien haben wir als erstes kleineres Kantonsspital der Zentralschweiz die Ausbildung zum Experten in Anästhesiepflege NDS HF angeboten.»

Im Wandel der Zeit

Rückblickend haben Rolf Amstad und Gallus Burri grosse Veränderungen im Spitalalltag miterlebt und auch mitgeprägt. Zentral waren in den vergangenen Jahren der medizinische Fortschritt und damit die steigenden Anforderungen an die Fachkräfte.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer war 1989 rund viermal höher als heute. In der Regel lagen die Patientinnen und Patienten mindestens zehn Tage im Spital. Die durchschnittliche Liegedauer konnte dank neuen Operations- und Behandlungsmethoden drastisch gesenkt werden und es fand eine Verlagerung in den ambulanten Bereich statt.

«Bei meinem Stellenantritt bestand das Ärzteteam der Chirurgie aus drei Kaderärzten und vier Assistenzärzten, welche das komplette Spektrum der Chirurgie abdeckten. Dazu zählte auch die Gynäkologie. Die chirurgischen Assistenzärzte waren sogar für die Geburtshilfe verantwortlich. Es gab keine Notfallstation, keine Tagesklinik und nachts waren die Türen geschlossen. Eine Pflegefachfrau betreute sämtliche stationären Patientinnen und Patienten – und rückte bei allfälligen Ambulanzeinsätzen mit dem Rettungswagen aus», blickt Burri zurück. Burri weiter: «Heute sind es fünf Kaderärzte, sechs Belegärzte und sechs Assistenzärzte». Notwendig waren diese Entwicklungen aufgrund der immer komplexeren und anspruchsvolleren Behandlungsmethoden aber auch aufgrund der gesteigerten Anspruchshaltung der Gesellschaft.

Rolf Amstad denkt besonders an den Rettungsdienst, der zu Beginn seiner Tätigkeit von Mitarbeitenden des Spitals als Zusatzaufgabe betrieben wurde. «Mittlerweile betreibt ein Team bestehend aus rund 15 Rettungssanitätern zwei Stützpunkte im Kanton Uri – Eine enorme Entwicklung.» Rolf Amstad hat diesen Wandel als ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes wesentlich mitgestaltet und dabei stets das Patientenwohl in den Vordergrund gerückt.

Spitalrat und Spitalleitung bedanken sich bei den langjährigen Kaderärzten für Ihre Treue und wünschen ihnen alles Gute für die private Zukunft. Gleichzeitig freut sich das KSU, dass ihm Dr. med. Gallus Burri für ausgewählte Tätigkeiten in den Bereichen der Wirbelsäulen- und Gefässchirurgie erhalten bleibt.


Der öffentliche Vortrag von Dr. med. Gallus Burri zum Thema «Chirurgie am KSU: Rückblick und Ausblick» findet am  2. November 2017 um 19.30 Uhr im theater(uri) in Altdorf statt. Dr. med. Gallus Burri ist Chefarzt der Klinik Chirurgie am KSU und tritt nach 28 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.


Foto
Dr. med. Gallus Burri und Dr. med. Rolf Amstad blicken gemeinsam auf fast 60 Jahre KSU zurück.
© Kantonsspital Uri


Kontaktperson
Kantonsspital Uri
Claudia Jauch-Zgraggen
Leiterin HR & Kommunikation
Spitalstrasse 1
6460 Altdorf

Tel. 041 875 51 03
Mail. claudia.jauchksuri.ch

 

 

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