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Kantonsspital Uri trotzt dem Trend

Donnerstag, 21. März 2019

Trotz einer massiven Tarifkürzung konnte das Geschäftsjahr 2018 mit einem Gewinn in der Höhe von CHF 1.5 Mio. abgeschlossen werden. Das Kantonsspital Uri (KSU) trotzt damit dem Trend im Gesundheitswesen und erarbeitet ein erfreuliches Ergebnis in einem äusserst turbulenten Umfeld.

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem fundamentalen Umbruch. Nicht nur die neue Spitalfinanzierung löst sechs Jahre nach der Einführung einen immensen Veränderungsdruck aus. Auch die politischen Interventionen in den Bereichen ambulant vor stationär sowie die Tarifkürzungen des Bundesrates, die medizintechnologische Entwicklung, die Digitalisierung, der gesellschaftliche Wandel und der zunehmende Wettbewerb unter den Marktteilnehmern tragen dazu bei, dass im Gesundheitswesen aktuell kein Stein auf dem anderen bleibt. Dass das KSU dennoch eine positive Entwicklung im Jahr 2018 aufzeigen kann, ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen.

Zunahme der stationären und ambulanten Leistungen

Besonders augenfällig ist der deutliche Anstieg der akutstationären Fälle. So wurden gegenüber dem Vorjahr 284 Fälle mehr registriert. Die Gesamtzahl der stationären Fälle stieg somit auf 4319, so viele wie noch nie in der Geschichte des KSU. Dies bedeutet einen Ertragsanstieg im stationären Bereich in der Höhe von 6.3 Prozent. Diese Zunahme an stationären Fällen und der damit verbundene Ertragsanstieg sind zu einem grossen Teil auf die ausserordentliche Grippewelle im letzten Frühjahr zurückzuführen. Gleichzeitig konnte der ambulante Betriebsertrag um 3.6 Prozent gesteigert werden. «Auf der einen Seite ist dies überraschend, hat doch der Bundesrat auf den 1. Januar 2018 eine einschneidende Tarifkürzung verordnet. Auf der anderen Seite unterstreicht das Wachstum im ambulanten Bereich die Anstrengungen des KSU, operative Eingriffe ambulant durchzuführen, sofern dies medizinisch begründet werden kann», erklärt Fortunat von Planta, Spitaldirektor, das Jahresergebnis.

Vorgaben für nachhaltige Finanzierung fast erreicht

Der deutliche Anstieg bei den ambulanten und stationären Behandlungen führte auf der Kostenseite zu einem Mehraufwand. Während der medizinische Bedarf deutlich um 11.9 Prozent auf 13.3 Mio. Franken anstieg, blieb der Personalaufwand praktisch auf dem Vorjahresniveau. Daraus ist abzulesen, dass am KSU vermehrt Leistungen durch externe Ärzte erbracht wurden. Dies ist durch die abermals intensivierte Zusammenarbeit mit dem Luzerner Kantonsspital (LUKS) zu erklären. Der operative Gewinn beträgt gute CHF 6.6 Mio. oder 9.5 Prozent des Betriebsertrages. Damit werden die finanziellen Vorgaben, welche für eine langfristig nachhaltige Unternehmensfinanzierung notwendig sind, fast erreicht.

Das Eigenkapital konnte um 1.5 Mio. auf 6.9 Mio. Franken erhöht werden, bei Aktiven in der Höhe von 20.9 Mio. Franken. Das Fremdkapital konnte um 2.59 Mio. Franken abgebaut werden.

KSU das medizinische Kompetenzzentrum

Das KSU ist für den Kanton Uri lebenswichtig. Es sichert die spitalbasierte Grundversorgung und dem Kanton pro Jahr eine Wertschöpfung von mehr als 60 Mio. Franken. Die Patientenstatistik verdeutlicht die Bedeutung für die Urner Bevölkerung eindrücklich: 94 Prozent der Patientinnen und Patienten stammen aus dem Kanton Uri, und 74 Prozent aller Patientinnen und Patienten treten über den Notfall ein.

Um die Rolle des medizinischen Kompetenzzentrums für den Kanton Uri auch in Zukunft übernehmen zu können, werden im Rahmen der Unternehmensstrategie 2018 bis 2022 verschiedene wegweisende Projekte wie zum Beispiel die neue Tagesklinik oder die komplett in Überarbeitung bestehende Logistik und Beschaffung, umgesetzt.

Foto
Das KSU erarbeitete 2018 ein erfreuliches Ergebnis in einem turbulenten Umfeld.
© Angel Sanchez

Kontaktperson
Kantonsspital Uri
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Leiterin HR und Kommunikation
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6460 Altdorf

Tel. direkt 041 875 51 03
Mail. claudia.jauchksuri.ch

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