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Kantonsspital Uri: erfolgreiche REKOLE®-Zertifizierung — Wichtiger Schritt Richtung Transparenz und Vergleichbarkeit

Freitag, 6. Oktober 2017

Das Kantonsspital Uri ist neu mit dem Gütezeichen REKOLE® für das betriebliche Rechnungswesen ausgezeichnet worden. Mit der erfolgreichen Zertifizierung schafft die Kantonsspital Uri Transparenz in der Kostenentstehung seiner erbrachten Leistungen. Der Kosten- und Leistungsermittlungsprozess ist national einheitlich und folgt unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben den Regeln der Betriebswirtschaftspraxis.

Der nationale Verband der Spitäler und Kliniken H+ hat im Jahr 2007 ein einheitliches System von Normen (REKOLE® = Revision der Kostenrechnung und der Leistungserfassung) für das betriebliche Rechnungswesen in Spitälern geschaffen. Damit hat H+ das betriebliche Rechnungswesen von Spitälern und Kliniken nach landesweit gemeinsamen Standards vereinheitlicht und ein System erschaffen, das die gesetzlichen Vorgaben gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) erfüllt. Bereits heute hat sich REKOLE® in der schweizerischen Spitalwelt zum breit akzeptierten Standard im betrieblichen Rechnungswesen etabliert.
Seit dem Jahr 2010 hat H+ zusätzlich Zertifizierungsrichtlinien erarbeitet, die es erlauben, Spitäler und Kliniken nach diesen Richtlinien von unabhängigen Prüfstellen zu zertifizieren, um so das H+ Gütezeichen REKOLE® zu erhalten. Das Kantonsspital Uri hat ihr betriebliches Rechnungswesen im Rahmen eines solchen Zertifizierungsverfahrens unter die Lupe nehmen lassen und aufgrund des Erfüllens der Richtlinien das Gütezeichen REKOLE® erhalten.

REKOLE® sorgt für Transparenz und Vergleichbarkeit

Mit den Zertifizierungsrichtlinien hat H+ ein System geschaffen, das die Übereinstimmung des betrieblichen Rechnungswesens mit den REKOLE®-Vorgaben feststellt und als Gütezeichen für die korrekte Umsetzung von REKOLE® dient. Ziel ist es, die hohe Zuverlässigkeit der Kostendaten zu bestätigen und damit schweizerische Leistungsvergleiche unter den Spitälern zu erleichtern.
Für das einzelne Spital bedeutet die Zertifizierung ein Gütezeichen für die Transparenz des eigenen betrieblichen Rechnungswesens und damit eine substantiell gestärkte Verhandlungsposition gegenüber den Krankenkassen und verlässliche Falldaten auf nationaler Ebene.

Hintergrundinfos zu REKOLE® und der Zertifizierung

Was ist REKOLE®?
REKOLE® ist ein System von Normen für das betriebliche Rechnungswesen, das Kosten und Leis-tungen transparent und mittels einer schweizweit einheitlichen Methode ausweist. REKOLE® entspricht den heute geltenden gesetzlichen und fachlichen Anforderungen, berücksichtigt aber auch die betriebsspezifischen Gegebenheiten. Das Gütezeichen REKOLE® dokumentiert zudem, dass ein Spital oder eine Klinik nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen arbeitet und die Kostenzuordnung konsequent nach dem Verursacherprinzip erfolgt. Zudem erleichtert die Zuverlässigkeit der Kostendaten die Budgetierung und strategische Planung in einem Spital oder einer Klinik. Weiter garantiert REKOLE® professionell geprüfte Kostendaten, auf die sich Versicherer und Kantone bei Tarifverhandlungen abstützen können.
REKOLE® und die Zertifizierungsrichtlinien richten sich an öffentliche und private Akutspitäler, Rehakliniken, psychiatrische Kliniken und Langzeitpflegeinstitutionen.
REKOLE® wurde von H+ zusammen mit seinen Mitgliedern entwickelt. Es ist damit ein Instrument von der Praxis für die Praxis. Das System wird regelmässig weiterentwickelt und verbessert. Im Rahmen der Fachkommission Rechnungswesen haben die H+ Mitglieder die Möglichkeit sich aktiv an dieser Weiterentwicklung zu beteiligen.

Entstehung von REKOLE®
Schon in der Vergangenheit hat H+ mit der Herausgabe von Kosten- und Leistungsrechnungsmodellen zur Standardisierung und Qualitätsverbesserung der Buchführung bei seinen Mitgliedern beigetragen. Doch mit der auf Ende 2007 abgeschlossenen KVG-Revision war die Schaffung einer transparenten und schweizweit einheitlichen Methode der Kostenermittlung und Leistungserfassung unabdingbar. H+ schuf zusammen mit seinen Mitgliedern bis Ende 2007 ein einheitliches schweizerisches betriebliches Rechnungswesen, das die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Verordnungen erfüllt. Das Preisfindungsinstrument in Form einer Kostenträgerrechnung basiert auf einer  Ist- bzw. Normalvollkostenbasis und ermöglicht es einzelne Fallkosten auszuweisen. Ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Umsetzung der neuen Spitalfinanzierung per 1. Januar 2012 über Fallpauschalen (SwissDRG).

REKOLE®-Zertifizierung
Die Zertifizierungsrichtlinien basieren auf dem Handbuch REKOLE® — Betriebliches Rechnungswesen im Spital, 4. Ausgabe 2013. Die Richtlinien sind so aufgebaut, dass sie von sämtlichen Spitälern (mit öffentlicher oder privater Trägerschaft) angewendet werden können, die in den Bereichen Akutsomatik, Rehabilitation, Psychiatrie oder Langzeitpflege tätig sind, REKOLE® umgesetzt haben und die Umsetzung nach den vorgegebenen Zertifizierungsrichtlinien attestieren lassen möchten.
Die Kontrolle und der Antrag zur Vergabe der Zertifizierung erfolgt durch eine von H+ zugelassene Prüfstelle auf Grund der von H+ erstellten Zertifizierungsrichtlinien und dem Auditbericht der Prüfstelle. Folgende drei Prüfstellen sind akkreditiert: KPMG AG, PricewaterhouseCoopers AG, Ernst & Young AG.

Wer ist H+?
H+ Die Spitäler der Schweiz ist der nationale Spitzenverband der öffentlichen und privaten Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen. Ihm sind 236 Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen als Aktivmitglieder an 369 Standorten sowie rund 170 Verbände, Behörden, Institutionen, Firmen und Einzelpersonen als Partnerschaftsmitglieder angeschlossen.

Seit über 80 Jahren gestaltet H+ das schweizerische Gesundheitswesen aktiv mit. Dabei vertritt H+ die Interessen seiner Mitglieder im politischen Entscheidungsprozess auf Bundesebene und schafft in der Öffentlichkeit Verständnis für die Anliegen der Branche.

H+ unterstützt die Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Arbeitssicherheit, Qualität, Tarife und eHealth, zum Teil mit exklusiven Branchenlösungen.

H+ repräsentiert Gesundheitsinstitutionen mit rund 200‘000 Erwerbstätigen. Präsidiert wird der Verband von Isabelle Moret. Der Direktor ist Bernhard Wegmüller.

 

 

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